Preisprognose für Holzpellets – Interview mit Professor Dr. Hubert Röder, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf

Der Preisvorteil von Holzpellets im Vergleich zu fossilen Energieträgern ist häufig eines der zentralen Argumente bei der Bewerbung des modernen, regenerativen Brennstoffs. Doch welche Faktoren beeinflussen den Pelletspreis eigentlich? Und ist es möglich, eine Prognose der zukünftigen Preisentwicklung für Holzpellets in Deutschland zu erstellen? Ja, sagt Professor Dr. Hubert Röder von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Wie sein Modell zur Preisentwicklung von A1-Holzpellets aussieht, stellt er beim 14. Industrieforum Pellets vor. In einem Interview beschreibt er die größten Einflussfaktoren vorab.

  1. go site Professor Röder, wie lassen sich Schlüsse aus der bisherigen Preisentwicklung auf die Zukunft ziehen? 100 free chat room Das ist ein relativ etabliertes Modell. Wir haben mit einer multiplen Regressionsanalyse untersucht, welche von 19 Faktoren in der Historie den größten Einfluss auf den Holzpelletspreis gehabt haben. Darunter waren zum Beispiel Zahlen für die Gas- und Ölpreisentwicklung, aber auch für Rohstoffkosten und -verfügbarkeit. Außerdem haben wir die Außenhandelsbilanz mit Pellets untersucht, also wie sich der Import von Pellets entwickelt hat. adult friend finder review http://fundacionkielsa.com/?CAMS-HERE=bd4sex-review&233=a8 how to get a girl on snapchat
  2. click Das hört sich aufwändig an. enter Die Schwierigkeit dabei war, eine zeitlich konsistente Abfolge hinzubekommen. Wir haben jetzt von allen Indikatoren, die wir verwendet haben, Quartalszahlen vorliegen, die wir für die vergangenen zwölf Jahre rückwirkend aus der Literatur zusammengestellt haben. Nach unseren Analysen, die wir mit verschiedenen statistischen Verfahren durchgeführt haben, sind die Hauptkomponenten mit dem größten Einfluss auf den Pelletspreis übrig geblieben. Unsere Ergebnisse haben wir auf zwei Modelle verdichtet, eins mit vier Variablen, eines mit sechs. Beide erreichen ein Bestimmtheitsmaß von ungefähr 85 Prozent. Das heißt wir können den Holzpelletspreis mit 85-prozentiger Wahrscheinlichkeit aus den unabhängigen Variablen bestimmen.
  3. here Von den 19 Einflussfaktoren sind in ihren Modellen nur einige wenige übrig geblieben. Warum?
    Es gibt Faktoren, die eng miteinander korreliert sind. Das heißt nicht, dass sie keinen Einfluss besitzen, aber es gibt andere ähnliche Faktoren mit einem größeren Gewicht.
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  4. source site Welche Faktoren haben sich als besonders einflussreich herausgestellt?
    Mit Abstand den höchsten Einfluss hat der Rohstoffpreis. Weitere wichtige Faktoren sind die Außenhandelsbilanz, der Gaspreis und ein Index für den Wettbewerb zwischen den Pelletsproduzenten. Es gibt Indizes, mit denen sich die Wettbewerbsintensität einer Branche darstellen lässt. Diese haben wir berechnet und für das Modell verwendet.

  5. Wenn Sie den Pelletspreis für 2020 berechnen wollen, müssen Sie also vor allem den Rohstoffpreis prognostizieren können?
    Genau. Wir haben ein Modell entwickelt, um den Pelletspreis aus anderen Variablen zu berechnen. Wir versuchen für diese wenigen Variablen Prognosen für die Zukunft herzuleiten. In der Regel verwendet man dafür Szenarien. Gaspreisprognosen gibt es zwar von verschiedenen Institutionen, doch beim maßgeblichen Einflussfaktor, nämlich dem Holzrohstoffpreis, müssen wir mit Szenarien rechnen. Eine Prognose für den Holzrohstoffpreis zu erstellen, das wäre eine gesonderte Arbeit, in der für Deutschland auch noch regionaltypische Unterschiede berücksichtigt werden müssten. Das haben wir während meiner früheren Tätigkeit bei dem Beratungsunternehmen Pöyry immer fallbezogen berechnet. Für das aktuelle Projekt haben wir jedoch einfache Annahmen unterstellt, indem wir prognostiziert haben, wie sich die Produktionskapazitäten für die Rohstoffe von Holzpellets in Deutschland und die Importmengen entwickeln.

  6. Wie ist es zu dem Projekt gekommen?
    Als Mitarbeiter von Pöyry habe ich bei einer Multi-Client-Studie zum weltweiten Pelletsmarkt mitgewirkt. Darin haben wir globale Entwicklungen in der Holzpelletsindustrie berechnet und Mengenverfügbarkeit, Produktionskapazitäten und Preisentwicklungen dargestellt. Dabei ist uns aufgefallen, dass die Mengenbilanzen für einzelne Länder besser mit einer Modellierung darstellbar wären. Damals hatten wir schon die Fragestellung, wie man ein Holzpelletspreismodell für einzelne Länder entwickeln kann. Die Idee habe ich mit an die Hochschule genommen und dort einen Studenten für das Thema gefunden. Die Masterarbeit haben dann meine ehemaligen Kollegen von Pöyry mit mir gemeinsam betreut. Auf dem 14. Industrieforum Pellets werde ich die Ergebnisse dieser Arbeit vorstellen.

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